Hallo,
habe gegoogelt, Glutaraldehyd ist ein Biozid, ein starkes Kontaktgift dazu - also Finger weg davon, und EL Carbo besser nicht, zumindest nicht im AQ benutzen. Gerade auf Wasserorganismen wirkt Glutaraldehyd stark giftig. Na danke, wird jede Bakterie, jeder Floh(krebs) usw. im Wasser sagen.
Als langkettiger Kohlenwasserstoff mit Sauerstoffliganden wird auch klar, was EL unter "Kohlenstoffquelle" versteht - den entält das Zeug, aber ob er als solches Atom für höhere Pflanzen direkt nutzbar ist, möchte ich doch bezweifeln. Das, was Glutaraldehyd so giftig macht, wird von Pflanzen offenbar aufgenommen. Da Algen hierin deutlich schneller agieren, als höhere Wasserpflanzen und allerlei Verbindungen in teilweise Unmengen akkumulieren (speichern), wird EL hier wohl auf genau diese "Bunkerung" bauen, um den Algen den Garaus zu machen. Derweil haben aber die höheren Wasserpflanzen das Gift auch gebunkert, nur nicht in den Mengen, wie die Algen, was bedeutet, das die höheren Wasserpflanzen (angeschlagen) überleben, die Algen nicht (wenn es so funktioniert). Aber wehe dem, eine höhere Wasserpflanze läßt ihren Blattbestand sich in Wohlgefallen auflösen (z.B. Cryptocorynen machen das hin und wieder), dann wird der ganze Zellinhalt wieder ins Wasser frei gesetzt.
Was an H2O2 so rasant wirkt, ist wohl das Sauerstoffradikal, das sich bei Dissoziation des in jenem Teich-Produkt angesprochenen Salzes in Wasser zumindest kurzfristig bildet. Radikale, insbesondere O2-Radikale, sind sehr reaktionsfreudig und in diesem Fall dürften neben O2 letztlich auch andere Oxidationsprodukte entstehen. Das muß sich für Algen offenbar schädigender auswirken, als für höhere Wasserpflanzen resp. letztere schaffen es besser, daraus entstehende Schäden wieder zu reparieren. Große Mengen O2 an sich wirken natürlich auch oxidierend und so möglicherweise zellschädigend. Doch nur auf Algen? In der Teichpflege zuerst angewandt, sind heute S*cht*ng-Oxidatoren, die mit H2O2 arbeiten, Allgemeingut geworden und fanden von dort ihren Weg in die Aquaristik. Als kurzfristige Hilfe sicher ok, denke ich jedoch, daß es keine Dauerlösung sein sollte, denn letztlich werden damit nur Mißverhältnisse überspielt, ohne daß die Ursachen beseitigt werden. Um die aber geht es.
Um meine Fadenalgen im Moos und
HCC letztlich endgültig (resp. scheinbar endgültig) los zu werden, werde ich auch einen Auslaßversuch der Flüssigdüngung starten und schauen, was passiert, statt dessen lieber die WW-Menge vergrößern (z.B. 50%). Bin gespannt.